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23.04.2014

Keine Sprechstunden mehr

Seit 2014 biete ich keine Sprechstunden in Praxen mehr an. Ich setze meine Arbeit an der Universität fort als Forscher und Lehrender.  … mehr 

23.01.2013

Sprechstunden reduziert

Seit 1.1.2013 habe ich meine klinische Tätigkeit reduziert und arbeite neu auch am Veterinary Public Health Institute der Uni Bern. Daher konsultiere ich nur noch Montags in Freiburg  … mehr 

05.09.2012

Unterricht zu Tierhaltung und -pflege

Bereits seit 2011 unterrichte ich für den Verband Zoologischer Fachgeschäfte Schweiz in der französischsprachigen Schweiz. Neu gebe ich auch den Unterricht für Tierpfleger an der Berufschule in Lausanne  … mehr 

08.05.2012

Radiosendung über Tierkommunikation

Ein Thema, das ärgert, nervt, überrascht, zum Schmunzeln anregt, Verachtung auslöst, und doch häufig unseren allzuschweren Alltag etwas erleichtert. Es geht um Tierkommunikation. Eine Radiosendung auf Französisch  … mehr 

10.07.2011

Mobile Praxis

Das neue Praxisfahrzeug erlaubt den Einsatz sowohl im Feld als auch in verschiedenen Praxen in Biel, Freiburg und Lausanne.  … mehr 

Schneesturm in der Wüste Gobi, Mongolei

Mein Lebenslauf

Ausbildung

Tiermedizin

Praktika und Projekte

Ich fühle mich seit langem zur Tiermedizin berufen. Schon für die Maturaarbeiten habe ich mich mit der Australischen Schaf- und Wollindustrie und der Biologie der Wombats befasst. Während des Studiums folgten Praktika und kleinere Projekte bei Walforschern in Südafrika, in schweizer und australischen Nutztierpraxen, in der Abteilung für Fisch und Wildtierkrankheiten der Tierpathologie Bern und in der Zootierklinik der Kansas State University. Ich habe 1998 am Symposium on Wildlife Utilisation in Southern Africa teilgenommen und beteilige mich seit 1999 aktiv an den Jahreskonferenzen der Europäischen Vereinigung der Zoo- und Wildtierärzte (EAZWV).

Forschung

In den Jahren 2001 bis 2008 habe ich für die International Takhi Group (ITG) die equine Piroplasmose untersucht. Diese Krankheit verursacht bei der Auswilderung von Przewalski-Pferden in der Mongolei Todesfälle. Im Rahmen meiner veterinärmedizinischen und naturwissenschaftlichen Dissertationen habe ich das Risiko evaluiert, das diese Krankheit für das Auswilderungsprojekt darstellt. Zu Beginn habe ich mittels Pathologie und Immundiagnostik die Krankheit als Todesursache bestätigt. In einer epidemiologischen Studie habe ich den Immunstatus (Antikörper) und den Infektionsstatus (Erreger) der lokalen Pferdepopulation erhoben und die Resultate mittels statistischer Verfahren und eigener mathematischer Modelle ausgewertet. Die Resultate wurden in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert. Falls Sie die vollständige Liste meiner Publikationen wünschen schreiben Sie mir bitte eine E-Mail an: doc@system-vet.ch.

Ganzheitliche Tiermedizin

Seit dem Anfang meines Studiums befasse ich mich mit alternativen Heilverfahren in der Tiermedizin. 2001 habe ich für die Fachschaft der Veterinärmedizinischen Fakultät Bern in Zusammenarbeit mit der Kollegialen Instanz für Komplementäre Medizin (KIKOM) der Medizinischen Fakultät Bern und der Schweizer Tierärztlichen Vereinigung für Akupunktur und Homöopathie (STVAH) der Gesellschaft Schweizer Tierärzte (GST) eine Vorlesungsreihe zu diesem Thema organisiert. Während meiner persönlichen Suche nach innerem Gleichgewicht und Ruhe konnte ich mit verschiedenen Techniken eigene Erfahrungen sammeln (siehe unten). In Taiwan, Anfang 2008 habe ich von einem Qigong-Meister die Arbeit mit qi erlernt. Seither habe ich ein Diplom als Qigong-Lehrer erhalten, diese Erfahrungen in ein wissenschaftliches Modell eingebunden und das Konzept der systemorientierten Tiermedizin erarbeitet. Gegenwärtig behandle ich Exoten als konsultierender Tierarzt bei Hausbesuchen, in der Kleintierpraxis Lyssbach in Lyss, im cabinet vétérinaire de la Blécherette in Lausanne, und im cabinet vétérinaire de Beaumont in Freiburg.

Kommunikation

Lehre

Im Studium hatte ich Gelegenheit, als Tutor für Anatomie und Physiologie tätig zu sein. Diese Lehrerfahrung konnte ich später während der Ausbildung von Zootierpflegern am Circus Knie und als stellvertretender Mathematiklehrer an der Kantonsschule Wohlen ausbauen. Im Bereich Wissenschaftsjournalismus habe ich 2003 am Wettbewerb für Forschungsreportagen des Bernischen Hochschulvereins einen Preis gewonnen. 2007 war ich Tutor und Lektor in der Vorlesung für Projektmanagement des „Educational Engineering Lab" der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Zürich. In diesem Rahmen habe ich auch an einer Studie zu „Global Leadership" teilgenommen. Als Sportler durfte ich von 1996 bis 1998 das Hallentraining für eine Voltige-Mannschaft in Avenches leiten und zwischen 1998 und 2008 leitete ich das Judo-Wettkampftraining im Sport Center Nippon Bern. Gegenwärtig unterrichte ich für den Verband Zoologischer Fachgeschäfte Schweiz die Detailhandelsfachleute in Zootierhaltung.

Vereinstätigkeiten

Nach meinem Auslandsjahr in Australien 1993 habe ich für AFS Intercultural Programs Interviews mit Kandidaten durchgeführt. Von 1998 bis 2000 war ich Studentenvertreter in der Studienreformkommission der veterinärmedizinischen Fakultät Bern. Zur gleichen Zeit war ich Exchange Officer für die International Veterinary Students Association (IVSA). Später wurde ich Vorstandsmitglied der Sektion Assistenztierärztinnen und Assistenztierärzte (SAA) der GST und habe in diesem Auftrag eine Diplomarbeit über Arbeitszufriedenheit bei Tierarztassistenten begleitet. Ausserdem war ich Vertreter der SAA bei Actionuni, der Schweizerischen Vereinigung für wissenschaftlichen Mittelbau. 1999 bis 2000 war ich Co-Präsident der Studentenmitglieder der Europäischen Vereinigung der Zoo- und Wildtierärzte. Ich habe für den Verein die erste Homepage gestaltet und bin seither Information Officer. Seit April 2009 arbeite ich an einem Projekt für eine Veterinär- und Rehabilitationsstation im Vivarium Lausanne.

Persönlichkeitsentwicklung

Gesundheit

Ich bin der Überzeugung, dass ich Tiere nur heilen kann, wenn ich selbst einen Begriff habe, was Gesundheit ist. Solange ich mich also in einem Zustand befinde, den ich selbst nicht als gesund akzeptiere, muss ich Lösungen suchen. Ich definiere Gesundheit als Zustand innerer Ruhe, körperlicher Entspannung, sowie körperlicher und geistiger Freiheit, das zu tun, was ich will. Da ich unter Migräne, Heuschnupfen und Stressanfälligkeit litt, führte mich mein Weg schnell einmal weg von akademisch akzeptierten Methoden. Erste gute Erfahrungen habe ich mit einem Fussreflexzonentherapeuten, einem Akupunkteur, einem Naturheilpraktiker und Masseur, sowie einem Osteopathen gemacht. Ein anthroposophischer Arzt, ein Diätetiker, traditionell chinesische Ärzte und Physiotherapeuten konnten mir aber nicht helfen. Ich habe bald gemerkt, dass nicht nur die Technik, sondern auch die Reihenfolge ihrer Anwendung und die Person des Therapeuten eine wesentliche Rolle spielen. Auf der weiteren Suche bin ich dann (entgegen meinen naturwissenschaftlichen Überzeugungen) zu einem hawaiianischen Schamanen, Geistheiler und Pendler, einem Astrologen, zur Soto-Zen-Meditation, zu Familienaufstellungen nach Hellinger, einem Kinesiologen, einem Qigong-Meister und schliesslich zu einem Craniosacraltherapeuten gekommen. Jeder dieser Besuche war eine Überwindung und verlangte Toleranz und Offenheit für völlig unbekannte Konzepte und Überzeugungen. Jeder Besuch hat auch etwas in mir verändert - im Geist und im Körper. Ich konnte feststellen, dass das Wesentliche an einem Arztbesuch nicht die Handlung des Arztes ist, sondern die Veränderung, die er in mir auslöst und die Nachhaltigkeit, mit der ich die Ratschläge umsetze. Je überzeugender der Arzt war, desto eher folge ich seinen Ratschlägen. Diese methodischen und psychologischen Erfahrungen fliessen in meine tiermedizinische Praxis ein.

Kultur

Verschiedene Kulturen, Sprachen und Reisen üben seit meiner Kindheit eine grosse Faszination auf mich aus. Schon mit meinen Eltern bin ich viel gereist und habe so die meisten Länder um das Mittelmeer und im Nahen Osten mit Geländewagen und Zelt kennen gelernt. Mit 16 folgte mein Austauschjahr in Australien und danach Praktika und Studienaufenthalte in Südafrika, Australien, USA, Israel und Kuba. Während der Dissertation habe ich eine weitere kulturelle Hürde übersprungen und insgesamt neun Monate in einer Jurte in der mongolischen Wüste Gobi gelebt und gearbeitet. Dabei sind mir viele kulturelle Grundlagen bewusst geworden, die wir in der westlichen Welt als selbstverständlich voraussetzen, die es aber keinesfalls sind. Die von meiner Heimatkultur am weitesten entfernte Erfahrung habe ich Anfang 2008 in Taiwan gemacht, wo ich von einem Qigong-Meister und seiner Familie betreut und beherbergt wurde.

Sport

Meine Prägung durch asiatische Kultur begann im Alter von sechs Jahren, als ich anfing Judo zu lernen. Seither trainiere ich mit kürzeren Unterbrüchen wöchentlich 2 - 5 Stunden, habe den 1. Dan und gebe seit 1998 das Wettkampftraining im Sport Center Nippon Bern. Als Ausgleich habe ich zehn Jahre lang in der Mannschaft und allein voltigiert (Kunstturnen auf dem Pferd). Nach einem kurzen Abstecher in die Skiakrobatik wurde dieser Sport dann vom Paartanz abgelöst. Während fünf Jahren habe ich Kurse in den 10 Standard und Latein sowie karibischen Tänzen besucht. Judo und Tanzen konvergierten auf eine technische Fähigkeit hin, der jedoch die Freiheit fehlte, im richtigen Moment auf den Gegner oder die Musik einzugehen. Ich habe deshalb in Kuba mit einem professionellen Tänzer drei Monate lang Rhythmik und Körperbeherrschung geübt. Darauf folgend konnte ich mir mit Zazen (Zen-Meditation) einen Teil der spirituellen Grundlage der asiatischen Kampfkünste aneignen, den ich später bei meinem Qigong-Meister ausbauen konnte. Letztere Erfahrungen lassen sich in Worten nicht beschreiben, äussern sich jedoch in wesentlich effizienteren Bewegungen und nahezu perfektem Timing auf der Matte und dem Parkett.

Massage

Im Alter von 14 Jahren habe ich einen Kurs für Sportmassage besucht und seither meine Sportkollegen behandelt. Im Sinne der Optimierung und mit wachsender Kenntnis der Anatomie, Physiologie und Biomechanik habe ich den Kraftaufwand während der Behandlungen ständig reduziert und bin intuitiv zu einer Form der Akupressur gelangt. Während ich meine eigenen Erfahrungen als Empfänger verschiedenster Techniken in die Methode habe einfliessen lassen, erweiterte sich diese um die Aromatherapie, chinesische Diätetik, die daoistische 5-Elemente-Lehre und schliesslich konstruktivistische Ansätze der Erkenntnistheorie, Zen und Qigong.

Philosophie

Während meines Ph.D. habe ich mich intensiv mit der Philosophie der Naturwissenschaften und insbesondere der Erkenntnistheorie befasst. Wie unsere wissenschaftliche Theorie zur Realität steht, wird erst klar, wenn man sich deren Geschichte bewusst wird, und wenn man sich mit der Sinnesphysiologie, den Neurowissenschaften, der Kommunikation, sowie der Psychologie und Soziologie des wissenschaftlichen Umfeldes befasst. Meine eigenen Erfahrungen an der Uni Zürich lieferten mir hierzu Anschauungsmaterial und diverse Vordenker unserer Zeit entsprechende psychologische und soziologische Interpretationen. Durch diese Interaktion von Erfahrung und Interpretation bin ich auf die Arbeiten von Hacking, Ziman, Watzlawick, Bateson, Schurz und Simon gestossen, auf denen mein system-orientierter Ansatz aufbaut. Über das Judo und durch meine Aufenthalte im asiatischen Raum haben auch die Daoisten Laozi, Zhuangzi, Konfuzius; sowie der 14. Dalai-Lama und Bodidharma mit seiner Gefolgschaft an Zen- und Kampfkunst-Meistern eine breite Spur in meinem Weltbild hinterlassen.

 

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